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Can I trust you

Eine Urban Fantasy-Reihe voller Geheimnisse, Magie und Herzschmerz.

Can I trust you - eine Queere Coming-of-Age-Fantasy-Geschichte

Die gesamte Reise von Philina & Elodie – drei Bände voller Magie, Liebe und Verrat in einem Taschenbuch.

Tauche ein in eine Welt voller Magie, Geheimnisse und Gefühle. Philina kämpft mit Selbstzweifeln, als ein mysteriöses Beben ihr Leben erschüttert. Unerwartete Begegnungen eröffnen ihr eine Realität, die sie nie erahnt hätte – und eine Liebe, die alles auf den Kopf stellt. Perfekt für Fans von Urban Fantasy, Coming-of-Age und queeren Liebesgeschichten.

Philina Petsch will eigentlich nur ihren Abschluss machen, irgendwie ihr Liebesleben auf die Reihe bekommen und mit ihrer kleinen Familie endlich mal wieder Campen gehen. Doch als ein mysteriöses Phänomen die Welt erschüttert und ihr Vater von einem seltsamen Fremden um Hilfe gebeten wird, ist ihr schnell klar: Die Normalität macht Pause.
Denn auf sie warten eine gänzlich neue Sprache, eine Gruppe Fremder, völlig abwegige Fähigkeiten und eine unerwartete wie irrationale Liebe. Und schon bald muss sie sich der zentralen Frage stellen…

Kann ich dir vertrauen?

Leseprobe

Kapitel I

»Cause every time we touch, I get this feeling
And every time we kiss, I swear I can fly
Can't you feel my heart beat fast? I want this to last
Need you by my side…«

Ich saß mit geschlossenen Augen auf meinem leicht durchhängenden Bett, die Decke locker um mich geschlungen und ein Bein angewinkelt. Mein Kopf lehnte an der kühlen Raufasertapete. Viel zu laut hatte ich die Musik auf meine Ohren gelegt. Die Kopfhörer vibrierten wahrscheinlich, doch ich wollte jedes einzelne Gefühl aus Alex Goots Stimme spüren.

Noch war das Haus ganz ruhig. Dad und Yamila schliefen noch, doch nach meinem Traum hatte ich kein Auge mehr zu bekommen. So saß ich seit geschlagenen zwei Stunden da, lauschte sehnsuchtsvollen und traurigen Liedern und ließ mein Herz sich aufgefangen fühlen; zumindest ein wenig.

Vereinzelt liefen Tränen mein Gesicht hinunter und der kleine Berg aus zusammengeknüllten Taschentüchern neben mir verriet mein Befinden nicht minder gut.

Zitternd holte ich Luft, zog die Nase hoch und sah hinaus aus meinem Fenster. Der Horizont schien zu glühen. Die Sonne versenkte ihn, stieg aus ihm empor und kündigte viel zu früh den neuen Tag an. Ich wollte nicht, dass es weiter ging. Ich wollte mich in meinem Bett zusammenrollen, die Decke über den Kopf ziehen und alles andere vergessen!

Doch mein Wecker war anderer Meinung. Er unterbrach die letzten Takte von Everytime we touch mit einer viel zu fröhlichen Melodie. Yamila hatte für mich ausgesucht und sie stand ja gerade total auf Arielle. Also hörte ich jetzt statt Herzschmerz »Under the Sea«. Danke, Schwesterchen… Seufzend sah ich auf das Display meines Handys und wischte den nervig fröhlichen Wecker beiseite, nachdem ich die großen Lettern sah, die mich darüber informierten, dass ich heute eine Klausur schreiben musste. Ich war jetzt im sechsten Semester meines Linguistik-Studiums und musste demnächst auch mit meiner Bachelorarbeit beginnen. Aber vorher musste ich erst mal durch diese bescheuerte Klausur von Professor Doktor Neumann kommen.

Stöhnend ließ ich mich zur Seite kippen, vergrub das Gesicht in meinem Kissen, das tatsächlich noch nach unserem blumigen Waschmittel roch. War wahrscheinlich auch nicht verwunderlich. Immerhin hatte ich es gestern an die zehn Mal gewaschen. Hatte ich damit überreagiert? Ja, wahrscheinlich. Aber mir egal! Ich wollte einfach nicht mehr, dass es nach Ihr roch.

Federleicht klopfte es an meine Zimmertür. Ich grummelte etwas, das alles heißen konnte, und hörte dann, wie mein Vater das Zimmer betrat. Er stieg über meine achtlos zu Boden geworfenen Kleidungsstücke und Unterrichtsmaterialien hinweg und setzte sich an meine Bettkante. Kurz darauf spürte ich, wie er mir sanft durchs Haar strich. »Guten Morgen, Spätzchen.« Ich gab einen widerwilligen Laut von mir und vergrub mich noch mehr im Kissen.

»Es kann doch nur besser werden, oder?«, versuchte er es. Ich drehte mich herum, damit ich ihn anfunkeln konnte. Er lächelte sanft. »Sie war nicht die Richtige, Phili.« Ich sah ihn noch etwas finsterer an und meinte trotzig: »Doch. War sie!« Man muss Dad zu Gute halten, dass er jetzt nicht seufzte, sondern einfach weiter voller Mitgefühl lächelte. Vielleicht war das aber auch Berufskrankheit. Er hatte immerhin den ganzen Tag mit den Problemen anderer zu tun.

»Wenn sie es war, wird sie schon bald zurückkommen. Wenn nicht, wirst du jemanden finden, der dich noch sehr viel glücklicher macht.« Ich schmollte bei seinen Worten, erwiderte aber nichts. Er strich mir ein paar letzte Tränen fort. »Bis sich das entschieden hat, frühstücken wir erst mal mit einem extra großen Becher Kakao und Pancakes. Wie klingt das, Spätzchen, hm?«

Ich zog die Nase hoch, sah ihn unzufrieden an, murmelte aber: »Klingt gut.« Mit so einem Frühstück konnte er mich schon immer aus dem Bett locken. Selbst als ich mit vierzehn, der schlimmsten Phase meiner Pubertät, behauptet hatte, nie wieder mein Bett zu verlassen, weil die Welt mich nicht mochte, hatte es geklappt.

Dad lächelte. »Wunderbar. Dann mach dich mal fertig. Ich bereite alles vor.« Damit stand er auf, küsste meinen Kopf und verließ dann das Zimmer. Seufzend sah ich ihm nach. Dann musste ich wohl wirklich aufstehen.

Fast eine halbe Stunde später quälte ich mich mit zufallenden Augen hinunter in die Küche. Yamila saß bereits am Tisch und hatte blendende Laune. Sie hatte ihren Stoff-Sebastian auf dem Schoß und ihre Muschel-Spangen im Haar. Das sie wie Arielle rote Haare hatte, hatte ihren Hype zum Film nochmals verstärkt. Jetzt fühlte die kleine Maus sich wirklich wie eine Meerjungfrau. Ich lächelte matt, strich ihr über den Kopf und ließ mich neben ihr auf meinen Stuhl fallen.

»Ah, da bist du ja.« Dad drehte sich mit der Pfanne in der Hand lächelnd zu mir um. »Dann lass es dir schmecken.« Er legte mir meinen Pancake auf den Teller und stellte kurz darauf den Kakaobecher dazu.

»Danke, Dad«, brachte ich mit zumindest einem kleinen Lächeln heraus. Wir aßen und hörten Yamila bei ihren Erzählungen über ihren Traum zu, in dem sie mit ganz vielen Fischen durchs Meer geschwommen war und ganz viele Freunde gefunden hatte. Arielle, du hast meine kleine Schwester wirklich komplett für dich eingenommen…

Beim Abräumen fragte ich Dad: »Ist heute wieder viel zu tun?« Er lächelte leicht und nahm mir meinen Teller ab, bevor er meinte: »Es geht. Ich denke, ich kann am Nachmittag zurück sein.«

Ich nickte leicht. »Steht denn die Fahrt am Wochenende noch?« Er hatte uns versprochen, mit uns im Wald campen zu gehen, wenn seine Arbeit es zuließ. Oft musste er kurzfristig solche Sachen absagen, doch dieses Mal hatte er geschworen, dass er es hinkriegen würde.

»Aber natürlich. Ich habe bereits meine Termine umgelegt. Es müsste schon ein Meteorit auf die Erde krachen oder Außerirdische eine Massenhysterie verursachen.« Er schmunzelte und stellte das Geschirr in die Spülmaschine. »Wir feiern deine bestandene Arbeit und entspannen alle mal ein wenig.«

Ich lächelte leicht und lehnte mich gegen die Arbeitsplatte. »Wir wissen doch gar nicht, ob ich die Arbeit bestehe. Die Ergebnisse kommen erst nächsten Monat und ich bin nicht gerade gut drauf zurzeit.«

Dad küsste meine Stirn. »Du wirst bestehen, daran besteht kein Zweifel. Mein kleiner Spatz ist nämlich viel zu bescheiden und unterschätzt sich gerne.« Ich knuffte ihn und maulte: »Dad…« Er lachte und schloss die Spülmaschine, meinte dann nur: »Du solltest jetzt Zähneputzen und deine Haare bürsten. Ihr müsst in zwanzig Minuten los.«

Und so befand ich mich schon bald mit Yamila an der Hand und meinem Rucksack auf dem Rücken draußen auf der Straße, anstatt in meinem Bett vergraben. Wir eilten ein wenig den Weg hinab. Immerhin waren wir etwas spät losgekommen und Yamilas Unterricht begann in wenigen Minuten.

Es war ein viel zu schöner Tag für meine Laune, aber vielleicht half das ja auch, um mich etwas aufzuheitern. Meine kleine Schwester versuchte es auf jeden Fall und brachte mich so zumindest zum Lächeln.

Pünktlich zum Klingeln lieferte ich sie in der Schule ab und kam eine halbe Stunde später bei dem von außen deutlich langweiliger aussehendem Gebäude an, in dem ich meine Ausbildung zur Sprachforscherin machte. Wie jeden Tag sah ich die ganzen adligen Studenten über den Platz flanieren oder in kleinen Grüppchen zusammenhocken. Ihre Wächter standen etwas abseits und behielten die Umgebung im Blick. Wie gerne ich doch auch sojemanden hätte. Eine Person, deren einzige Aufgabe es war, auf mich aufzupassen. Ich meine klar, ich war jetzt nicht unbedingt jemand, der wirklich in Gefahr war oder sowas, aber cool fände ich es trotzdem. Doch einen Wächter konnten sich nur die Adligen und die wirklich Reichen leisten. Ich gehörte zu keiner dieser Gruppen, auch wenn mein Vater wohl schon ab und an mal einen Adligen als Patienten gehabt hatte.

Ende der Leseprobe

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